12.05.05

Die Zahlen des Statistischen Bundesamts

Teilzeitbeschäftigung in der Pflege auf dem Vormarsch?

Wie das Statistische Bundesamt Wiesbaden mitteilte, arbeiten insgesamt in der Bundesrepublik Deutschland zum 31.12.2004 rund 4,2 Millionen Menschen im Gesundheitswesen.

In den Jahren 2003 und 2004, so das Statistische Bundesamt, ist der Personalbestand im Gesundheitswesen nahezu gleich geblieben (+ 0,2%). In bestimmten Gesundheitsfachberufen, wie Pharmakanten, ging die Beschäftigung sogar um 2000 Personen zurück.

Alleine in der ambulanten und stationären Pflege arbeiteten im Jahr 2004 rund 1,8 Millionen Menschen.
Festzustellen sei auch, dass die Zahl der volltariflich Beschäftigten, die so genannte Vollzeitäquivalente, 2004 im Gegensatz zu 2003 um 41.000 (-1,2%) abnahm, wohin gegen die Teilzeitbeschäftigung einen Zuwachs von 2,0% zu verzeichnen hatte.

Wir können anhand dieser Zahlen annehmen, dass der Trend der Teilzeitbeschäftigung offenbar auch im Gesundheitswesen gegriffen hat. Vielleicht liegt dies daran, dass die Arbeitgeber ihre Angestellten "flexibel" einsetzen wollen, um Kosten zu sparen?

Dazu im Vergleich:
insgesamt (Gesamtwirtschaft) stieg die Zahl der geringfügig Beschäftigten um 8,4% an – im Gesundheitswesen stieg diese Zahl auf satte 12,8% an.

Frauen im Gesundheitswesen deutlich stärker vertreten
In einer früheren Studie aus dem Jahr 2002 waren alleine rund drei Millionen Frauen im Gesundheitswesen beschäftigt. Zu dieser Gruppe "Gesundheitswesen" werden gezählt: Krankenschwestern, Arzthelferinnen, pharmazeutisch-technische Assistentinnen und viele weitere Randberufe.

Im Jahr 2002, so das Statistische Bundesamt, seien rund 72% der Beschäftigten im Gesundheitswesen Frauen gewesen. Im Gegensatz zur Gesamtwirtschaft mache der Anteil der Frauen allerdings nur 44% aus.
Den Berufsstand des Arztes übten hingegen hauptsächlich Männer aus, hier seien die Frauen mit 37% weiter deutlich in der Minderheit.

Aus der Studie von 2002 lässt sich auch entnehmen, dass die Frauen nur zu insgesamt 55% in den Gesundheitsberufen in Vollzeit beschäftigt waren, wohin gegen die Männer zu 88% in Vollzeit beschäftigt waren.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressestelle



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