26.10.11

Schon 2025 werden bis zu 112.000 Pflgevollkräfte fehlen!

Umgang mit dem Fachkräftemangel in der Pflege

Die Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung (GVG) hat eine Situationsanalyse des erwarteten Pflegebedarfs und -angebots erstellt. Deren Ergebnisse und zentrale daraus abgeleitete Forderungen sind unter dem Titel „Umgang mit dem Fachkräftemangel in der Pflege“ in der GVG Schriftenreihe als Band 69 erschienen.

Die Anzahl Pflegebedürftiger wird nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes bis 2030 auf bis zu 3,3 Millionen Menschen zunehmen. Rund jeder 22. Deutsche wäre demnach auf familiäre oder professionelle Hilfe angewiesen. Demgegenüber würden bereits 2025 zwischen 55.000 und 112.000 Pflegevollkräfte fehlen. „Es ist erforderlich, dass alle Beteiligten ihre Verantwortung wahrnehmen und ihre Möglichkeiten ausschöpfen, um für die Zukunft eine qualitative und menschenwürdige Pflege zu sichern“, so die GVG. Eine Schlüsselrolle komme hierbei der Gewinnung engagierter junger Menschen für den Pflegeberuf. Zudem sei eine Reform der Ausbildungsgänge in der Pflege dringend notwendig. Unterschiedliche Zuständigkeiten auf Bundes- wie auf Landesebene sowie Schulgelder von bis zu 300 Euro für Altenpflegeschulen seinen ein Hindernis auf dem Wege zu mehr Pflegepersonal. Ebenso wichtig sei die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Pflegeberufen. Dazu gehöre nicht zuletzt eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Quelle: Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG)



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