25.10.05

Bericht des VdK (Sozialverband VdK Deutschland)

Unzufriedenheit bei "Pflegenden"

Nach einem Bericht des VdK (Sozialverband VdK Deutschland) habe die Unzufriedenheit bei den Pflegenden erheblich zugenommen. Gründe dafür seien Aufgabenvielfalt und ein Weiterbildungsbedarf, der erheblich mehr geworden sei, sowie allgemein eine Zunahme des Arbeitstempos, großer Leistungsdruck und Sorgen um den Arbeitsplatz.

Grundlage für den Bericht war ein Report, bei dem etwa 1.300 Kranken­schwestern und Pfleger befragt wurden. Der "Krankenpflegereport 2005" wurde von der DAK und der BGW (Berufsgenossenschaft für Gesundheits­dienst und Wohlfahrtspflege) bereits zum zweiten Mal durchgeführt. Mit Unterstützung des Institutes IGES (Institut für Gesundheits- und Sozial­forschung) wurde der Report zu Arbeitsunfällen und Wegeunfällen sowie Berufskrankheiten ausgewertet.
Stark zugenommen habe die hohe Arbeitsbelastung, permanenter Zeitdruck, Überstunden und die erschwerten Möglichkeiten Pause zu machen. Große Unzufriedenheit bestehe auch an den Mitsprachemöglichkeiten. Nur 16% stimmten zu, das Beschwerden der Mitarbeiter auch berücksichtigt würden. Bei dem Report von 1999 waren es immerhin noch 30% gewesen. Kooperation bei innerbetrieblichen Angelegenheiten bezeichneten nur etwa ein Viertel bis ein Drittel aller Befragten als positiv.

Hauptbetroffene bei Umstrukturierungen seien als größte Berufsgruppe die Pflegekräfte. So erlebten immerhin 27% einen Wechsel des Trägers. Die deutliche Verkürzung der Verweildauer von Patienten habe eine Zunahme der Pflegeintensität zur Folge.
Positiv sei zu bewerten, dass etwa zwei Drittel der Befragten der Meinung waren, dass eine genau vorgenommene Dokumentation z. B. insgesamt zu einer deutlichen Aufwertung der Pflegetätigkeit führe.

Krankheiten der Pflegekräfte
Zu den häufigsten Erkrankungen der "Pflegenden" zählen etwa Muskel- und Skeletterkrankungen. Hauptsächlich betroffen seien die Pflegekräfte, die in stationären Einrichtungen beschäftigt seien.
Auch, wenn insgesamt ein Rückgang der Arbeitsunfälle und Berufskrank­heiten zu verzeichnen ist, seien die Pflegekräfte immer noch überdurch­schnitt­lich stark unfallgefährdet. Weiterer Handlungsbedarf bestehe besonders bei der Prävention von Haut- und Wirbelsäulenerkrankungen.



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